2011


Mirka Derlin ist Kreissiegerin im Ehrenamt

14.01.2011 15:33

Die Preisträgerinnen mit dem SHFV-Präsidenten Hans-Ludwig Meyer (2. von l.). Es fehlt Imke Rohwer.
Die Preisträgerinnen mit dem SHFV-Präsidenten Hans-Ludwig Meyer (2. von l.). Es fehlt Imke Rohwer.

Auf seinem Neujahrsempfang ehrte der Kreisfußballverband Ostholstein seine DFB-Ehrenamtspreisträger 2010. Aufgrund der Frauenfußballweltmeisterschaft im eigenen Land in diesem Jahr wurde der Preis ausschließlich nur für Frauen ausgeschrieben. Kreissiegerin wurde die Schiedsrichterin Mirka Derlin (TSV Dahme). Die DFB-Urkunde erhielt sie aus den Händen des anwesenden SHFV-Präsidenten Hans-Ludwig Meyer. Innerhalb von zehn Jahren legte Derlin eine steile Karriere im Schiedsrichterwesen hin. Mittlerweile kann sie fünf Einsätze als Schiedsrichterin in der Frauen Bundesliga vorweisen. Ebenfalls geehrt wurden: Jutta Voigt (MTV Ahrensbök), Dörte Bahr, Maria Belbe (beide SV Hansühn), Kirsten Wildfang (SV Heringsdorf) und Imke Rohwer (Grammdorfer SV).  Alle Preisträgerinnen erhielten eine Armbanduhr, eine Urkunde des DFB und ein Buchpräsent mit einer persönlichen Widmung. Der Fußball ist Ehrensache in Schleswig-Holstein. Rund 25 000 Menschen engagieren sich für den Mannschaftssport Nummer eins und sorgen ehrenamtlich für einen reibungslosen Trainings- und Spielbetrieb. Hierfür sind sie tagtäglich mehrere Stunden im Einsatz. Mit der Ehrung wollte der Kreisfußballverband einmal Danke sagen und das Ehrenamt besonders würdigen. Mirka Derlin wird als Kreissiegerin an einem Wochenende im Kreis der weiteren Kreissiegerinnen vom SHFV-Ehrenamtsbeauftragten Uwe Bachmann besonders ausgezeichnet.

Lars Braesch

Beauftragter für Kommunikation Kreisfußballverband Ostholstein

Bilder Jan Kohlmann SHFV


Sönke Müller bei den Hallenmasters

16.01.2011 11:46

Plakat Hallenmasters
Plakat Hallenmasters

Zum zweiten Mal nach 2009 durfte Sönke Müller in diesem Jahr bei den Hallenmasters in Kiel die Fahnen des KFV Ostholstein hochhalten. Zusammen mit den Schiedsrichterkameraden Björn Hinrichs (Rödemisser SV) und Thorsten Balsam (TSV Altenholz) zeigte Sönke eine souveräne von allen Seiten anerkannte Leistung. Das Hallenmasters ist mit ca. 8.000 Besuchern jedes Jahr die größte Fußballveranstaltung in Schleswig-Holstein und stellt für viele Vereine einen wichtigen Saisonhöhepunkt dar.

Die Nominierung als Schiedsrichter gilt als besondere Auszeichnung durch den Verbandsschiedsrichterausschuß. Vor Sönke Müller wurden für das Hallenmasters aus Ostholstein Norbert Richter (2005) und Alexander Hahn (2007) nominiert.

Auch beim Nordcup, dem Hallenmasters im Frauenfußball, sind die Schiedsrichter des KFV Ostholstein vertreten. Janine Kulow (TSV Dahme) darf sich über ihre Nominierung freuen.

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Halbzeittagung der LK 1 Schiedsrichter des SHFV auf Fehmarn

23.01.2011 15:00

Tagesordnung
Tagesordnung

Die traditionelle Halbzeittagung der Schiedsrichter der Leistungsklasse 1 des SHFV fand in diesem Jahr am 22.01.-23.01. auf Fehmarn im Hotel IFA statt. Die Ausrichter der Halbzeittagung sind jeweils die Schiedsrichter der vier Regionen im SHFV. In diesem Jahr war die Region Süd/Ost an der Reihe. Das Organisations-Team um Sönke Müller und Alexander Hahn entschieden sich für ein ostholsteinisches Heimspiel und wählten die Sonneninsel Fehmarn aus. Leider machte der Nebel an beiden Tagen einen Strich durch den ansonsten wunderschönen Blick aus den oberen Etagen des Hotels.

Die Tagung selbst verlief aber umso schöner und harmonischer. Traditionell findet die Tagung zusammen mit den Beobachtern der LK 1 statt und auch ehemalige Schiedsrichter der höchsten Leistungsklasse des Verbandes werden eingeladen. Zunächst begrüßte Alexander Hahn im Namen des Organisationsteams die anwesenden Schiedsrichter und Gäste. Anschließend ergriff der Präsident des SHFV Hans-Ludwig Meyer das Wort und überbrachte die besten Wünsche des Landesverbandes. Die Verbundenheit und die Wertschätzung gegenüber den Schiedsrichtertern zeigte sich auch in der Tatsache, dass auch der Geschäftsführer des SHFV Jörn Felcher die Reise nach Fehmarn angetreten hatte. Der Präsident betonte, dass er bei seinen häufigen Besuchen auf den Sportplätzen des Landes überwiegend sehr postive Leistungen der Schiedsrcihter zu sehen bekommt. Nicht unerwähnt lies er auch die von allen Seiten anerkannte Leistung der drei Schiedsrichter bei den Hallenmasters in Kiel am Wochenende zuvor.

Darauf folgten die Grußworte des Vorsitzenden des KFV Ostholstein Egon Boldt, der sehr gern der Einladung der Schiedsrichter gefolgt war. Er betonte in seiner Ansprache, wie zufrieden er mit der Zusammenarbeit mit dem Schiedsrichterausschuß in seinem Vorstand ist. 

Im Anschluß gab der Verbandschiedsrichterobmann Egon Biere seinen Bericht über die Ereignisse des letzten halben Jahres im DFB, NFV und SHFV ab. Der Beobachtungswart Marcus Henke beleuchtete danach die strukturellen Veränderung in der Beobachtungspraxis.

Nach der Kaffeepause tagten dann die Beobachter und die Schiedsrichter getrennt voneinader und erörterten aktuelle Themen.

Mit Einbruch der Dunkelheit brachen alle zusammen zu einem gemeinsamen Strandspaziergang auf, um dann durchgefroren den vorbereiteten Punsch genießen zu können.

Am Abend stand nach dem gemeinsamen Buffet das gemütliche Zusammensein und der Austausch untereinander im Mittelpunkt. Die Verabscheidung der Schiedsrichter, die nicht mehr der LK 1 angehören und die Ehrung des Schiedsrichter des Jahres Sönke Müller (siehe Bericht dazu weiter oben) waren dann die letzten Höhepunkte des Tages, bevor es in der gewohnt guten Stimmung bis in den Morgen hinein gefeiert wurde.

Nach dem Frühstück verabschiedeten sich die Schiedsrichter wieder in alle Richtungen und blickten dabei auf eine gelungene Halbzeittagung auf Fehmarn zurück.

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Fotos Jan Kohlmann SHFV & Alexander Hahn


Sönke Müller ist der Schiedsrichter des Jahres 2010 im SHFV

23.01.2011 15:05

Foto Alexander Hahn
Ehrung durch den VSO Egon Biere und seinen Vetreter Siegfried Scheler

Auf der Halbzeittagung der LK 1 Schiedsrichter des SHFV auf Fehmarn wurde Sönke Müller eine große Ehre zuteil. Er wurde als Schiedsrichter des Jahres 2010 ausgezeichnet. Diese besondere Ehrung erhielt Sönke für seinen dauernden vorbildlichen Einsatz als Schiedsrichter im NFV und der A-Jugend Bundesliga. Sönke erhielt dafür den Wanderpokal, auf dem alle bisherigen "Schiedsrichter des Jahres" eingraviert sind. Dieser darf jetzt für ein Jahr einen Ehrenplatz bei ihm zu Hause einnehmen. Als dauerhafte Erinnerung überreichte der VSO Egon Biere einen weiteren Pokal, den Sönke für immer behalten darf und eine Kopie seiner Schiedsrichterakte, in der sein bisheriger Werdegang aufgezeichnet steht.  Vor Sönke war bisher aus dem KFV Ostholstein nur unserem KSO Norbert Richter im Jahre 2004 dieser Titel verliehen worden.

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Anwärterlehrgang 2011 erstes Wochenende beendet

30.01.2011 17:30

Foto Lars Braesch
Foto Lars Braesch

Am Freitagabend (28.01.2011) hat der Anwärterlehrgang 2011 in der Grund- und Gemeinschaftsschule Lensahn begonnen. Von den 31 angemeldeten Teilnehmern haben 29 den Weg nach Lensahn gefunden. Am Ende des ersten Wochenendes waren noch 28 angehende Schiedsrichter dabei. Im Laufe des ersten Abends stand das Thema Abseits im Mittelpunkt. Schon hier merkten die künftigen Schiedsrichter, dass man eben doch nicht alle Feinheiten des Regelwerks kennt.

Am Samstag bildete neben dem Strafstoß und der Ausrüstung der Spieler vor allem auch das Thema Schiedsrichter & Schiedsrichterassistent die Schwerpunkte. Am Sonntag stand traditionell die Regel 12 auf dem Lehrplan, hier versuchte Lehrwart Sönke Müller den Teilnehmern die vielen Details dieser umfangreichen Regel nahezubringen. Zu Abschluß des Tages begann Lehrwart Alexander Hahn bereits mit der Wiederholung des gelerntes Stoffes, um auf die Prüfung am kommenden Sonntag vorzubereiten. 

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Fotos Norbert Richter


Anwärterlehrgang 2011 abgeschlossen

27 neue Schiedsrichter

06.02.2011 15:30 Uhr

Lehrgangsbester Maximilian Didier
Lehrgangsbester Maximilian Didier

Der Anwärterlehrgang 2011 wurde am Sonntag mit der Abnahme der Prüfung abgeschlossen. Von den 28 Anwärtern, die angetreten waren, konnten 27 diese erfolgreich bestehen. Bis auf zwei Anwärter, die noch Ihre Laufprüfung ablegen müssen, konnten alle anderen zum Abschluss des Lehrgangs ihren Schiedsrichtrausweis vom KSO Norbert Richter und dem 1. Lehrwart Rüdiger Rieck in Empfang nehmen.

Als Lehrgangsbeste wurde Maximilian Didier vom RSV Landkirchen und Raphael Wulf vom SC Kellenhusen geehrt, die einen fehlerfreien Regeltest abliefert hatten. Beide erhielten ein Buch über die Fußball WM 2010 in Südafrika als Geschenk.

Damit kann die Schiedsrichtergemeinschft in Ostholstein folgende neue Kameradinnen und Kameraden in ihren Reihen begrüßen:    

Frank Badorrek, Jörg Badorrek  (alle MTV Ahrensbök)

Hanna Bläsen, Sönke Fabian, Brandon Gossalk, Eric Jähn (alle Bosauer SV)

Gillian Picker (SC Cismar)

Maurice Brandtner (TSV Westfehmarn)

Lars Brunner, Kristof Loffhagen, Nico Popowicz, Fredrik Rahlf (alle Oldenburger SV)

Maximilian Didier, Marcel Diekmann, Marc Lickfeld (alle RSV Landkirchen)

Roland Epp (SG Cashagen)

Christopher Götz-Smilgies, Sandra Götz-Smilgies,
Teila-Jane Zorn (alle SV Fehmarn)

Philipp Haase, Jan-Boris Wölck (beide SV Schashagen-Pelzerhaken)

Jan Kiebelstein, Raphael Wulf (beide SC Kellenhusen)

Kai-Uwe Kloth (Griebeler SV)

Benjamin Muuß-Adamek, Youri Oelfke (beide TSV Ratekau)

Marvin Neumeier (Eutin 08)

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Fotos Norbert Richter & Alexander Hahn


13 Schiedsrichter bestehen DFB Prüfung

13.02.2011 10:00 Uhr

Prüfungsbester Florian Reck
Prüfungsbester Florian Reck

Am Samstag 05.02.2011 fand die jährliche DFB Prüfung für die Schiedsrichteranwärter in Lensahn statt. Elf Schiedsrichter aus dem Jahrgang 2010 und zwei Schiedsrichter aus dem Jahrgang 2009, deren Probezeit verlängert worden war, waren angetreten. Das erfreuliche Ergebnis - alle bestanden den Regeltest und absolvierten erfolgreich die Laufprüfung. Fünf Kandidaten erreichten im Regeltest sogar die volle Punktzahl. Als Prüfungsbester zeigte sich Florian Reck, der sich dafür über ein Buchpreis freuen durfte, den er vom KFV Vorsitzenden Egon Boldt persönlich überreicht bekam.

Zwei weitere Kandidaten konnten nicht teilnehmen, weil sie arbeiten mussten, sie werden die Prüfung in Kürze in einem anderen Kreis ablegen.

Der Kreisschiedsrichterausschuss gratuliert folgenden Schiedsrichtern und begrüßt sie in den Reihen der DFB Schiedsrichter:

 

Anna-Lena Heidenreich (TSV Dahme)

Flemmin Garken (SpVgg. Pönitz)

Bennet Hahn (NTSV Strand 08)

Pascal Klein (SV Göhl)

Hannes Krampe (FC Scharbeutz)

Jan Krüger (SV Hansühn)

Timo Kruse (SV Göhl)

Niclas Kühnapfel (MTV Ahrensbök)

Florian Reck (Bosauer SV)

Markus Scholz (TSV Ratekau)

Paul Sievert (Oldenburger SV)

Markus Thormählen (NTSV Strand 08)

Florian Verfürth (SV Göhl)

Bilder Norbert Richter


Ostholsteiner Schiedsrichter leiten beide Landespokalfinale

01.06.2011 18:00 Uhr

Eine große Ehre für die ostholsteiner Schiedsrichter. Die beiden Finals im Landespokal am Freitag 03.06.2011 auf der Lübecker Lohmühle werden von Schiedsrichtern aus Ostholstein geleitet.

 

Dieser tolle Fußballnachmittag beginnt um 16:00 Uhr mit dem Finale der Damen zwischen den beiden SHFV-Ligisten FC Riepsdorf und dem SV Neuenbrook/Rethwisch. Diese Partie wird geleitet von Ann-Kristin Wildfang vom TSV Dahme.

 

Anschließend um 19:30 Uhr kommt es dann zum Finale der Herren zwischen den beiden Regionalligisten VfB Lübeck und Holstein Kiel. Die Leitung dieser Partie wurde Alexander Hahn (SC Kellenhusen) übertragen. Seine beiden Assistenten werden Daniel Siemers (Griebler SV ) und Samuel Scharf (TSV Lensahn) sein. Der SHFV rechnet mit mehr als 6.000 Zuschauern, was den Rekord in der bisherigen Geschichte des Landespokals bedeuten würde.

 

 

Ann-Kristin Wildfang
Ann-Kristin Wildfang
v.l. Samuel Scharf, Alexander Hahn, Daniel Siemers       Foto: Volker Giering
v.l. Samuel Scharf, Alexander Hahn, Daniel Siemers Foto: Volker Giering

Achim Brückel neuer Lehrwart

14.08.2011 19:15 Uhr

Nachdem Sönke Müller seit 01.08.2011 den Posten des KSO kommisarisch übernommen hat, hat sich Achim Brückel bereit erklärt die dadurch entstandene Lücke im Lehrstab zu schließen. Achim steigt sofort in die aktive Lehrarbeit ein und wird zunächst vor allem Mirka Derlin bei der Betreuung der Anwärtergruppe unterstützen.


Sönke Müller ist neuer KSO

10.08.2011 19:00 Uhr

Sönke Müller
Sönke Müller

Einen Wechsel an der Spitze des ostholsteinischen Schiedsrichterausschusses gab es zum 1. August 2011 zu verzeichnen. Der "SHFV-Schiedsrichter des Jahres", Sönke Müller, übernahm das Amt des Kreisschiedsrichterobmannes kommissarisch von Norbert Richter. Ab 2005 war Norbert Richter als Kreisschiedsrichterobmann tätig. Er wird Lehrwart beim Schleswig-Holsteinischen Fußballverband (SHFV). Bei einem Einweisungsabend für Schiedsrichter in Cismar übergab Norbert Richter nach einem kurzen Rückblick über die abgelaufene Saison das Dienstsiegel und ein KFV-Polohemd an seinen Nachfolger. Er wurde mit Standing-Ovations und vielen Dankesrufen verabschiedet. Nach der eigenen Verabschiedung des scheidenen Obmannes trug Oliver Berkele ein paar wichtige Eckpunkte aus dem Schiedsrichterwesen von Norbert Richter vor und unterlegte dies durch einzelne Fotos aus der Vergangenheit. Im Anschluss bekam Norbert Richter von den Schiedsrichtern und seinen KSA-Mitgliedern einen Gutschein über einen Urlaub überreicht. Diese Übergabe verband Sönke Müller mit ein paar persönlichen Worten und seinem aufrichtigen Dank für die geleistete Arbeit im Kreise der Schiedsrichter in Ostholstein. Zum Abschluss des Abends stellte Müller das neue KKT (KSO-Kompetenz-TEAM) vor und versuchte den Schiedsrichter zu erklären, wie es in Zukunft funktionieren wird. Das KKT steht für Aufgabenteilung und für mehr Verantwortung auf mehreren Schultern. Vor dem Einweisungsabend konnten die 102 anwesende Schiedsrichter ihren Schiedsrichterausweis gegen einen neuen DFB-Schiedsrichterausweis tauschen. Der alte Ausweis verliert zur neuen Saison seine Gültigkeit.


Mirka Derlin im internationalen Einsatz

09.11.2011 18:30 Uhr

Foto: Ostholsteiner Anzeiger
Foto: Ostholsteiner Anzeiger

Der 26.10.2011 war ein ganz besonderer Tag in meiner Schiedsrichterlaufbahn. Ich war für das Freundschaftsspiel zwischen den Frauennationalmannschaften von Deutschland und Schweden im Hamburger Millerntorstadion als 4. Offizielle nominiert.

Als Schiedsrichterin fungierte in diesem Spiel die griechische Schiedsrichterin  Efthalia Mitsi an den Linien assistierten ihr meine deutschen Schiedsrichterkolleginnen Inka Müller-Schmäh aus Berlin und Marija Kurtes aus Düsseldorf.

Um 13.30Uhr brach ich von zu Hause aus auf, um 15 Uhr am Treffpunkt im Hotel zu sein. Normalerweise benötige ich ca. 45 Minuten von Zuhause bis nach Hamburg.  An diesem besonderen Tag sollte jedoch nichts dazwischen kommen, daher fuhr ich rechtzeitig los.

Nach meiner Ankunft im Hotel tranken wir eine Kleinigkeit und zogen uns bereits zur ersten Absprache zurück. Für mich gab es an dem Tag mehrere Premieren.  U.a. die Gespannabsprache auf Englisch und die Headset-unterstützte Kommunikation im Gespann.  Dadurch wurde die Absprache noch detaillierter. Zum Beispiel wurde besprochen, dass vor jeder Einwurfentscheidung sich die Schiedsrichterin mit der Assistentin über das Headset abstimmt.

Um ca. 16.15Uhr wurden wir abgeholt und zum Stadion gefahren. Meine Aufregung wuchs. Die ersten Zuschauer waren schon da. Uns wurde der Verantwortliche fürs Fernsehen vorgestellt und weitere Absprachen wurden getätigt. Die meisten Dinge wie z.B. Zeitpunkt der Ausrüstungskontrolle und des Auflaufens waren bereits in einem Protokoll festgelegt. Bei der Platzbegehung unterhielten wir uns über weitere Details aufbauend auf der Absprache im Hotel. Beispielsweise wurde festgelegt, wie ich mich verhalten sollte, wenn ich die Dauer der Nachspielzeit für meine Anzeigetafel wissen möchte.

Nachdem wir uns umgezogen hatten, bestand meine erste Aufgabe darin um 17:00 Uhr die Ausrüstung beider Mannschaften zu kontrollieren. Im Unterschied zu einem Bundesligaspiel erfolgten bei diesem Spiel zwei Ausrüstungskontrollen. Direkt vor dem Auflaufen wurde die Ausrüstung erneut kontrolliert. In dieser ersten Kontrolle musste ich mir jedes Trikot der Startelf zeigen lassen und mit den Rückennummern auf dem Spielberichtsbogen vergleichen.

Bemerkenswert für mich waren auch die unterschiedlichen Stimmungen in beiden Kabinen. Während die deutschen Nationalspielerinnen angespannt wirkten, waren die Schwedinnen freundlich und aufgeschlossen.

Nach meiner Rückkehr in die Schiedsrichterkabine rüsteten wir uns mit dem Headset aus und überprüften dessen Funktion. Während sich die Schiedsrichterin und ihre Assistentinnen warm liefen, klärte ich ab, dass ein Rednerpult des Fernsehens, das ca. 50 cm von der Seitenlinie entfernt stand, zum Anpfiff von dieser Stelle entfernt wird.

Gemäß Zeitplan sollten die Mannschaften und das SR-Team 10 min. vorm Anstoß die Kabinen verlassen und in Richtung des Spielfeldes gehen, um eine pünktlichen Anpfiff zu gewährleisten. Ich verließ ca. 15 Minuten vor Anpfiff die Kabine, um die Tornetze zu überprüfen und eventuelle Mängel beheben zu lassen.

Das Gefühl beim Betreten des Platzes war überwältigend. Ich hatte nicht das Gefühl, dass im Stadion nur 12.000 Zuschauer waren. Meine Anspannung und Nervosität steigerte sich. Auch freundliche Zurufe meiner angereisten Mannschaft konnten das nicht ändern.

Ich nahm meinen Platz an der Seitenlinie in der Mitte ein, die Auflaufmusik ertönte, die Zuschauer des Stadions erhoben sich, klatschten und die Mannschaften liefen ein. Gänsehaut!

Nach der Seitenwahl musste ich den Schwedinnen erklären, wo sie sich warm machen sollten. Im Unterschied zu Spielen innerhalb des DFB durften sich Auswechselspielerinnen bei diesem Spiel über die gesamte Torausseite hinter dem eigenen Tor warm laufen.

Das Spiel wurde angepfiffen und mir ging als erstes durch den Kopf: „Oh Gott, in welcher Farbe auf der Anzeigentafel zeige ich die Nachspielzeit an?“ Da wir zum Glück über das Headset miteinander sprechen konnten, wandte ich mich an Inka Müller-Schmäh, die mir aufgrund ihrer langjährigen internationalen Erfahrung die Frage beantworten konnte. Zum Ende der ersten Halbzeit zeigte ich dann 2 Minuten Nachspielzeit in roter Schrift an.

In der Halbzeitpause entschied die Schiedsrichterin, dass meine Aufgaben erweitert werden. Im Umkreis von 20 Metern von meiner Position sollte ich nun mitentscheiden, welche Mannschaft einwirft.

Direkt nach der Halbzeit kam es dann zum ersten Wechsel. Ich durfte die Jung-Nationalspielerin Alexandra Popp für Inka Grings einwechseln. Nach dem ersten Wechsel machte ich mir Gedanken, wie ich wohl  geguckt habe. Zu ernst? Verkrampft? Nach dem zweiten Wechsel schossen mir dieselben Gedanken durch den Kopf. Im Spiel gab es insgesamt 10 Wechsel, teilweise auch Doppelwechsel. Damit war ich in der zweiten Halbzeit als 4. Offizielle ausreichend beschäftigt.

Nach dem Spiel waren alle mit der Leistung des Schiedsrichtegespanns zufrieden.  Ich war glücklich, über eine weitere Erfahrung in meiner Schiedsrichterlaufbahn vor einer tollen Kulisse, die ich so schnell nicht vergessen werde.

Mein Dank gilt meinen beiden deutschen Schiedsrichterkolleginnen, die mich toll in diese Aufgabe eingewiesen und dabei unterstützt haben.