Lehrgang für Schiedsrichterinnen des SHFV in Bremen

18.05.2018 16:34 Uhr

Die Anzahl der weiblichen Schiedsrichter in Schleswig-Holstein ist im Vergleich zu den männlichen doch eher gering. Ein Grund mehr, sich verstärkt um diese zu kümmern. So fand am 28. Und 29. April 2018 ein Lehrgang nur für Schiedsrichterinnen in Bremen statt. Aus unterschiedlichen Kreisen Schleswig-Holsteins reisten die 13 Frauen bei sonnigem Wetter nach Bremen, um den Samstag in der Geschäftsstelle des NFV im Weser-Stadion zu verbringen. Dort berichteten Mirka Derlin, Sylvia Peters und Nicole Zabinski über den „Schlüssel zu einer erfolgreichen Spielleitung aus Sicht einer Schiedsrichterin bzw. Schiedsrichterassistentin“. Die Teilnehmerinnen wurden immer wieder in den Vortrag mit einbezogen und zum Mitarbeiten animiert, sodass alle angeregt zuhörten. Antje Willert präsentierte im Anschluss die Schiedsrichtergruppe „Nordsterne“, in der Schiedsrichterinnen aus Schleswig-Holstein und Hamburg sind, die an verschiedenen Spaßturnieren als Mannschaft teilnehmen. Gegen Abend berichtete noch Günther Thielking über seine spannenden Erlebnisse als Schiedsrichter und wie man damit Freunde auf der ganzen Welt finden kann, wenn man sich etwas traut, aber auch fordert und seinen Willen zeigt, weiter zu kommen.

 

Am Sonntag stand nach dem Theorieteil von Samstag nun der Praxisteil an. Dieses Mal mussten sich die Teilnehmerinnen nicht selber sportlich betätigen, sondern besuchten das Allianzfrauenbundesligaspiel zwischen dem SV Werder Bremen und dem 1. FFC Frankfurt unter der Leitung von Mirka Derlin und ihren Assistentinnen Sylvia Peters und Nicole Zabinski. Günther Thielking war an dem Tag als Beobachter mit dabei. Die Teilnehmerinnen wurden in Gruppen aufgeteilt und sollten ebenfalls das Spiel bzw. die Schiedsrichterin und Schiedsrichterassistentinnen beobachten. Nach der gemeinsamen Auswertung zusammen mit dem Beobachter ging es auch schon wieder Richtung Heimat. Aus dem Kreis Ostholstein waren neben Mirka Derlin, Julia Niko und Nadine Rogge dabei.

Text und Bilder: Nadine Rogge


Pokalendspieltag der Herren

18.05.2018 16:39 Uhr

Trotz des regnerischen und windigen Wetters fand am Dienstag, den 01. Mai 2018 das Kreispokalfinale der unteren und oberen Mannschaften der Herren in Sereetz statt. Zuerst wurde der Kreispokal der unteren Mannschaften ausgetragen. Ab 14 Uhr spielte TSV Pansdorf III gegen Eutin 08 II um den begehrten Pokal. Dirk Rothe leitete zusammen mit seinen Assistenten Hanno Hamdou und Leon Kriegsmann das Spiel, welches die zweite Mannschaft von Eutin 08 mit 3:2 für sich entscheiden konnte.

Im Anschluss folgte das große Finale zwischen dem TSV Pansdorf und dem NTSV Strand 08. Geleitet wurde das Spiel von Mirka Derlin mit ihren beiden Assistenten Ann-Kristin Wildfang und Tim Dummer. Nach einer ausgeglichenen Halbzeit konnte sich Strand 08 mit 1:0 durchsetzen, sodass sie am Ende den Pokal in den Händen halten durften.

Text: Marvin Schreiber, Fotos: Felix Schlikis


SHFV-Finaltag der Jugendmannschaften

18.05.2018 16:58 Uhr

An Himmelfahrt,  10. Mai 2018 fand im Uwe Seeler Fußball Park in Malente der Finaltag der Jugend statt. Markus Thormählen leitete mit seinen beiden Assistenten Riccardo Haack und Marvin Schreiber das Finale der C-Junioren. Das Gespann traf auf den Landesligisten Eichholzer SV und auf den Oberligisten TSV Kronshagen. Nach 70 Minuten konnten sich die Außenseiter vom Eichholzer SV mit 3:1 gegen den Oberligisten durchsetzen.

Text und Fotos: Marvin Schreiber


Kreispokalfinaltag der Jugendmannschaften

30.05.2018 17:47 Uhr

Am Pfingstmontag fand in Lensahn bei sonnigen Wetter der Finaltag der Jugendmannschaften im Kreis Ostholstein statt. Der Tag startet um 10:45 Uhr mit dem C-Jugend Finale zwischen dem TSV Lensahn und dem JFV Eutin/Malente. Das Spiel wurde von Kian Seelaff und seinen beiden Assistenten Laurin Niemann und Kassem Ganem geleitet. Zur Halbzeit war die Partie noch ausgeglichen, jedoch setzte sich nach 70.Minuten der TSV Lensahn mit 5:2 durch.

 

Im B-Junioren-Pokalfinale gingen der JFV Eutin/Malente und die JSG OH/Kabelhorst KSSC im Jahnstadion auf den Platz. Geleitet wurde die Partie von Bernd Badorrek und seinen beiden Assistenten Marvin Schreiber und Okan Yamaci. Bereits nach 14 Minuten führte der Oberligist mit 2:0 gegen die JSG. Nach 80.Minuten gewann Eutin/Malente mit einem 4:0 Sieg den Kreispokal.

 

Um 16 Uhr folgte dann das Spitzenspiel in der A-Jugend zwischen dem JFV Eutin/Malente und dem TSV Pansdorf. Beide Mannschaften brachen zahlreiche Fans mit und sorgten für große Stimmung. Das Schiedsrichtergespann von Florian Stark und seinen Assistenten Jan Johansson & Mattis Jobst wurde von Achim Brückel als 4.Offiziellen unterstützt. Der Landesligist aus Pansdorf führte zur Halbzeit noch mit 1:0. Am Ende konnte der JFV Eutin/Malente nach einem Führungstreffer in der 91.Minute das Spiel gewinnen und sich über den Pokal freuen.

Text: Marvin Schreiber, Fotos: Roland Epp


SHZ-Zeitungsartikel: Selbstbewusste Schiedsrichterin

30.05.2018 17:57 Uhr

Seit zwei Jahren gibt Nadine Rogge den Lesern Fußball-Rätsel auf / Harald Klipp hat sie im Namen der SHZ bei einem Einsatz als Spielleiterin begleitet

„Früher war ich eher ein stilles Mäuschen, seit ich Schiedsrichterin bin, ist mein Selbstvertrauen gewachsen. Ich bin selbstbewusster geworden“, sagt Nadine Rogge. Sie spielt Fußball und kam 2014 beim TSV Ratekau zur Schiedsrichterei. Heute ist sie beim Schiedsrichterausschuss des Kreisfußballverbandes Ostholstein für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig – und betreut die „Rätsel mit Pfiff“, in der unsere Zeitung die Leser mit Regelfragen und den – manchmal überraschenden – Antworten unterhält.

 

Aus dem Frauen-Trio ist nur sie dem Schiedsrichterausschuss erhalten geblieben. Nach dem bestandenen Anwärterlehrgang, der am Anfang jeder Schiedsrichterlaufbahn steht, bewies sie ihr Durchhaltevermögen.

 

Im A-Klassenspiel des Sereetzer SV II gegen den VfB Lübeck III gibt es eine ungewöhnliche Begegnung. „Wusstest du, dass du am Dienstagabend unser Punktspiel pfeifst?“, fragte ein Freund per Mail. Das sei aber die große Ausnahme. In den meisten Fällen gebe es keine privaten Verbindungen. Auf dem Fußballplatz interessiert sie nicht, ob sie einen Spieler kennt, da sind alle gleich. Sie tritt entschlossen, aber auch verbindlich auf, verschafft sich mit klaren Entscheidungen und Gesten Respekt. Auf dem Platz kommt niemand auf die Idee zu protestieren. Nur unter den rund 30 Zuschauern regt sich bei einem Abseitspfiff Protest. Doch sofort kommt Widerspruch: „Die Schiedsrichterin hat keine Assistenten, das macht ihre Aufgabe nicht leichter.“ Und schon beim nächsten Abseits gibt es zustimmendes Kopfnicken: „Das war nicht einfach zu erkennen!“

 

Ihre Fußballschuhe hat Nadine Rogge nicht eingemottet, neben der Schiedsrichterei ist sie als Spielerin beim TSV Pansdorf aktiv. Das heißt, dass zu den zwölf Punktspielen, die eine Schiedsrichterin oder ein Schiedsrichter leiten muss, um vom Verband anerkannt zu bleiben, kommen die Partien, in denen sie selbst mitkickt. „Ich habe das Glück, dass mein Partner viel Verständnis für den Fußball aufbringt“, sagt die 28-Jährige, die beruflich als Kreditspezialistin für Baufinanzierungen arbeitet. Gerade in der ausklingenden Saison ballen sich die Ansetzungen in den Monaten April und Mai. Der Winter hat voll zugeschlagen. „Zeitweise waren sogar Kunstrasenplätze nicht bespielbar, weil sie vollkommen vereist waren“, sagt Nadine Rogge. Sie war über die längere Fußballpause nicht unglücklich, denn sie hat mit ihrem Freund Felix Drews ein Haus gekauft und ist umgezogen.

 

„Bei uns herrscht ein Schiedsrichtermangel. Der Verband ist streng, erst gibt es Geldstrafen, wenn man zu wenig Unparteiische stellt, als nächste Stufe gibt es Punktabzüge“, weiß Co-Trainer Paulo Chaves, der die Sereetzer Reserve in diesem Spiel betreut. Bei Wochentagsansetzungen werden auch die Spieler knapp, daher spielt Trainer André Frese heute als Torwart mit.

 

Während sich die Spieler beider Teams vor dem Kabinentrakt in Sereetz treffen, hat Nadine Rogge die Vorbereitungen begonnen: Platzbegehung. Sind die Tornetze in Ordnung, sind sie korrekt am Pfosten angebracht? Stehen die Eckfahnen? Sind die Coachingzonen deutlich markiert? Soweit ist alles in Ordnung, aber es stehen zwei Trainingstore auf den Seitenauslinien. „Die müssen bitte weggeräumt werden, denn die Verletzungsgefahr für die Spieler wäre sonst zu groß“, stellt Nadine Rogge fest. Kein Problem: Paulo Chaves gibt die Anweisung weiter, die Tore werden hinter die Torauslinie getagen – sie sind keine Gefahrenquelle mehr. So steht dem Punktspiel Nummer 042000118 in der Kreisklasse A Lübeck nichts mehr im Wege.

 

Beide Teams laufen auf das Spielfeld, Nadine Rogge gibt das Tempo vor. Die Rituale sind stets dieselben, vor dem Anpfiff begrüßen die Mannschaften und Spielleiter die Zuschauer, danach klatschen sich die Spieler gegenseitig ab. Das Spiel beginnt: Es geht munter rauf und runter, die Sereetzer sind mit acht Punkten auf dem Konto Tabellenletzter, stemmen sich aber energisch gegen eine Niederlage. Der VfB Lübeck III steht im unteren Mittelfeld der Lübecker A-Klasse. Letztlich gehen die Gäste als 5:3-Sieger vom Platz. Das Spiel war fair, es gab wenige Freistöße, kaum Gelbe Karten.

 

Nach dem Sportgruß ist das Spiel für die Spielleiterin noch lange nicht beendet. Sie muss den Spielbericht ausfüllen, die Daten so schnell wie möglich online stellen, da ist es fast 21.30 Uhr, erst dann geht es unter die Dusche und danach nach Hause: „Das ist schon ein langer Tag, aber es macht mir Spaß, dem Fußball auch als Schiedsrichterin verbunden zu sein.“

Quelle: www.shz.de

Fotos: Harald Klipp


Kreispokalfinale der Frauen

30.05.2018 18:17 Uhr

Der TSV Pansdorf gewann den Kreispokal bei den Frauen. An der altehrwürdigen Dannauer Strandstraße setzte sich der Landesligist mit 3:1 (2:1) gegen den Oberligameister TSV Ratekau durch. Die Ratekauerinnen reisten mit dem letzten Aufgebot an. In der 14. Spielminute verwandelte Sara Kautz einen Eckball direkt zum 1:0. Ein Freistoß von Kautz rutschte der Ratekau-Torfrau Jelena Nogovic zum 2:0 durch die Hosenträger (23.). Nach einem langen Ball legte die erfahrene Kristina Scheel auf Lisa Bergmann ab, die auf 2:1 verkürzte (37.). Die angeschlagene Stürmerin Scheel lief letztmalig für den TSV Ratekau auf. Scheel wechselt zum Kreisligisten SV Meddewade. Als Jugendfußballerin hatte Scheel sämtliche Auswahlmannschaften des Kreisfußballverbandes Ostholstein durchlaufen und es fußballerisch bis invdie 2. Bundesliga (FFC Oldesloe) geschafft. In der Schlussphase konnte der TSV Ratekau verletzungsbedingt nur noch mit zehn Spielerinnen weiterspielen. Der TSV Pansdorf nutzte die Überzahl mit einem Konter durch Alexandra-Lydia Renitz zum 3:1 (86.). 

Text: Lars Braesch, Fotos: Sonja Jaacks